Tauchen in Raja Ampat (West-Papua) – Cape Kri, Manta Sandy und Melissa’s Garden

Raja Ampat, die „Vier Könige“, liegt vor der Nordwestspitze der Vogelkop-Halbinsel im indonesischen Teil Neuguineas. Das Archipel gehört zum Korallendreieck und zählt zu den artenreichsten Meeresgebieten der Erde. Nach Angaben der Wikipedia leben dort rund 1.500 Fischarten und über 530 Steinkorallenarten, das entspricht etwa 75 Prozent der weltweit bekannten Arten.

Für Taucher sind drei Plätze der Dampier-Straße besonders bekannt. Am Cape Kri hat der Fischkundler Gerald Allen in einem Tauchgang 374 Fischarten gezählt. Die Manta Sandy ist eine streng geregelte Putzerstation für Mantas. Melissa’s Garden bietet ein Hartkorallenplateau mit Teppichhaien und Zwergseepferdchen.

Merkmal Angabe
Lage Raja Ampat, Westspitze von Neuguinea (Indonesien), Basis Waisai oder Sorong
Anreise Flug nach Sorong, danach per Boot zum Resort oder zum Safarischiff
Beste Zeit ganzjährig tauchbar. Ein Safariveranstalter nennt Mai bis September als Hauptzeit für Dampier-Straße und Zentrum, Oktober bis April für Misool im Süden
Wassertemperatur etwa 27 bis 30 °C
Tiefen Cape Kri etwa 5 bis 40 m, Manta Sandy um 16 m, Melissa’s Garden bis 25 m
Strömung Cape Kri teils kräftig, Manta Sandy mäßig bis wechselhaft, Melissa’s Garden mäßig
Niveau die meisten Safaris verlangen Advanced-Niveau, zentrale Routen sind für alle Stufen offen
Anzug Lycra bis Shorty, bei vielen Tauchgängen am Tag dünner Ganzanzug
Abgaben Marine-Park-Gebühr und Touristenabgabe des Landkreises

Raja Ampat liegt im Mittelpunkt der Artenvielfalt des Korallendreiecks

Die Lage im Korallendreieck macht das Gebiet zu einem Zentrum der marinen Vielfalt. Nach den Angaben der Wikipedia sind es rund 1.500 Fischarten, mehr als 100 davon kommen nur in Raja Ampat vor. Die Dampier-Straße ist eines von fünf Schutzgebieten, die zusammen das Netz der Meeresschutzgebiete von Raja Ampat bilden.

Wer die Unterwasserwelt der Region mit anderen Revieren vergleichen will, findet Beschreibungen im Beitrag zum Komodo-Nationalpark. Wie Haie und Rochen geschützt sind, erklärt der Beitrag Haie und Rochen im Artenschutz.

Am Cape Kri wurden in einem Tauchgang 374 Fischarten gezählt

Der Fischkundler Gerald Allen zählte im Jahr 2012 am Cape Kri in rund 90 Minuten 374 Fischarten. Er nannte den Tauchgang einen seiner eindrucksvollsten, weil er keiner Art hinterherschwimmen musste. Der Platz liegt in der Dampier-Straße, die Tiefen reichen von etwa 5 bis 40 Metern. Zu sehen sind dichte Schwärme von Großaugen-Makrelen, Fledermausfische, Süßlippen und unter Felsvorsprüngen Teppichhaie.

Ein Safariveranstalter stuft das Cape Kri wegen der Strömung als Platz für mittlere bis fortgeschrittene Taucher ein. Die Strömung kann zeitweise herausfordernd sein. Vor dem Tauchgang gibt es ein Briefing des Guides. Wer Strömungstauchen üben will, liest den Beitrag zum ersten Strömungstauchgang.

Die Manta Sandy ist eine streng geregelte Putzerstation in der Dampier-Straße

Die Manta Sandy liegt in der Dampier-Straße südöstlich der Insel Arborek. Die Putzerstation befindet sich auf einem flachen Sandgrund in rund 16 Metern Tiefe. Die Strömung ist mäßig, kann aber von Tag zu Tag wechseln. Zu sehen sind Riffmantas, darunter etwa 40 Prozent schwarze Tiere, außerdem kommen Ozeanische Mantas vor.

Taucher bleiben hinter der Linie aus Steinen und Korallenschutt im Sand, damit die Tiere beim Putzen nicht gestört werden. Berühren, Verfolgen und Bedrängen sind strikt verboten. Hinzu kommen Regeln der Schutzgebietsverwaltung. Der Veranstalter muss den Besuch mindestens einen Tag vorher anmelden, höchstens 20 Taucher und Schnorchler dürfen zugleich am Platz sein, und jeder zeigt das Tag der Umweltgebühr dem Posten der Manta’s Cadre vor. Safarischiffe dürfen nicht in die Nähe des Platzes fahren, die Gäste kommen mit einem Schnellboot. Die Beobachter der Manta’s Cadre sind geschulte Freiwillige aus dem Dorf Arborek.

Mehr über die Tiere steht im Lexikon unter Mantarochen.

Melissa’s Garden ist ein Hartkorallenplateau mit mäßiger Strömung

Melissa’s Garden liegt zwischen drei kleinen Inseln bei Pulau Keruo, westlich der Dampier-Straße. Das Riff ist ein ovales Plateau mit sanft abfallenden Rändern bis zu einem hellen Sandboden, die tiefste Stelle liegt bei 25 Metern. Die Strömung ist mäßig. Zwischen den Hartkorallen ist ein Labyrinth entstanden, in dem sich kleine Fische verstecken.

Zu sehen sind Teppichhaie (Wobbegongs), Schwarzspitzen- und Graue Riffhaie, Nacktschnecken, Zwergseepferdchen und gelegentlich ein vorbeiziehender Manta. Der Platz ist nach der Tochter von Max Ammer benannt, einem Pionier des Tauchens in Raja Ampat.

Der Walking Shark gehört zu den Besonderheiten der Region

In Raja Ampat lebt der Raja-Ampat-Epaulettenhai (Hemiscyllium freycineti), der in der Region Walking Shark genannt wird, weil er sich auf seinen Flossen über den Grund bewegt. Nach einem Bericht der Jakarta Post vom Juni 2026 geraten die Tiere durch die Entwicklung des Tourismus und durch den Klimawandel zunehmend unter Druck.

Die Saison hängt von der Region im Archipel ab

Getaucht wird in Raja Ampat das ganze Jahr. Ein Safariveranstalter nennt für Misool im Süden die Monate Oktober bis April als beste Zeit, für die Dampier-Straße und das zentrale Raja Ampat die Monate Mai bis September. Die Wassertemperatur liegt bei 27 bis 30 °C.

Nach der Richtwerttabelle genügen bei über 29 °C Lycra oder Badekleidung und bei 27 bis 29 °C ein Shorty bis dünner Ganzanzug. Wer auf einer Safari mehrere Tauchgänge am Tag macht oder zum Frieren neigt, nimmt einen dünnen Ganzanzug mit. Mehr zum Material steht unter Neoprenanzug.

Die Anreise führt über Sorong

Raja Ampat erreichen Taucher mit einem Flug nach Sorong (SOQ) von Jakarta, Bali, Surabaya, Makassar oder Manado. Die Veranstalter empfehlen, einen Tag vorher anzureisen und in Sorong zu übernachten. Der Transfer zum Resort oder zum Schiff läuft über den Hafen. Wegen der Wartezeit von 24 Stunden vor dem Rückflug sollte dieser nicht vor 11 Uhr starten. Die Beiträge zu Nusa Penida und zur USAT Liberty zeigen, wie sich eine Reise mit einem Aufenthalt auf Bali verbinden lässt, die Übersicht steht unter Tauchen in Indonesien.

Für Raja Ampat werden zwei Abgaben erhoben

Für Raja Ampat fallen zwei getrennte Abgaben an. Die Marine-Park-Gebühr, die die Schutzgebietsverwaltung als Tag ausstellt, wird online über das Portal der Verwaltung, am Hafenschalter in Sorong oder Waisai oder über den Veranstalter bezahlt. Die Touristenabgabe des Landkreises läuft über das Registrierungsportal SIPARI. Beide Abgaben wurden 2026 angehoben, nach Berichten der Fachpresse stieg die Abgabe des Landkreises für ausländische Besucher im Januar 2026 deutlich. Die jeweils gültigen Beträge nennen die Portale und die Veranstalter in der Buchung.

Häufige Fragen zum Tauchen in Raja Ampat

Wann ist die beste Reisezeit für Taucher in Raja Ampat?

Getaucht wird das ganze Jahr. Ein Safariveranstalter nennt Mai bis September als Hauptzeit für die Dampier-Straße und das zentrale Raja Ampat und Oktober bis April für Misool im Süden. Die Wassertemperatur liegt bei 27 bis 30 °C.

Welche Regeln gelten an der Manta Sandy?

Der Besuch muss mindestens einen Tag vorher angemeldet werden, höchstens 20 Taucher und Schnorchler dürfen zugleich am Platz sein, und das Tag der Umweltgebühr wird kontrolliert. Taucher bleiben hinter der Linie im Sand und berühren oder verfolgen die Mantas nicht. Safarischiffe dürfen nicht in die Nähe fahren.

Wie erreicht man Raja Ampat?

Mit einem Flug nach Sorong und einem Bootstransfer zum Resort oder zum Safarischiff. Veranstalter empfehlen die Anreise einen Tag vor Beginn der Reise. Rückflüge sollten wegen der Wartezeit vor dem Flug nicht vor 11 Uhr starten.

Welches Niveau ist für Raja Ampat nötig?

Die meisten Safaris verlangen Advanced-Niveau, zentrale Routen sind für alle Stufen offen. An Plätzen wie dem Cape Kri ist die Strömung teils kräftig, deshalb ist Erfahrung mit Strömungstauchen hilfreich.

Quellen und weiterführende Links

Ein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert