Tauchen bei Socorro (Revillagigedo-Inseln) – Safari zu Riesenmantas, Hammerhaien und Walen

Das Revillagigedo-Archipel liegt im östlichen Pazifik, etwa 458 Kilometer südlich und südwestlich von Cabo San Lucas. Es besteht aus vier Vulkaninseln, San Benedicto, Socorro, Roca Partida und Clarión. Unter Tauchern heißt das Revier kurz Socorro. Die UNESCO hat das Archipel 2016 zum Welterbe erklärt, im November 2017 wurde es mexikanischer Nationalpark.

Erreichbar ist Socorro nur mit einem Safarischiff. An Land darf ohne Genehmigung niemand gehen, getaucht wird von Tenderbooten aus. Die Inseln liegen weit draußen und sind Treffpunkt von Riesenmantas, Haien, Delfinen und im Winter von Buckelwalen. Das Wasser ist kühler als in der Karibik, ein 5- bis 7-mm-Anzug ist üblich.

Merkmal Angabe
Lage Revillagigedo-Archipel, östlicher Pazifik, rund 458 km von Cabo San Lucas
Anreise nur per Tauchsafari ab Cabo San Lucas, Überfahrt etwa 24 bis 30 Stunden
Saison November bis Juni, die Hurrikansaison von Juli bis Oktober wird gemieden
Wassertemperatur etwa 20 °C im Winter bis etwa 28 °C
Sicht je nach Plankton rund 15 bis 50 m
Strömung stark, dazu Wellen, die meisten Plätze sind tief
Niveau Advanced-Niveau und meist 50 bis 100 Tauchgänge, Nitrox von Vorteil
Anzug 5 bis 7 mm
Landgang ohne Genehmigung nicht erlaubt
Parkgebühr 3.759,29 Pesos je Person und Tauchtag laut Bundesgebührengesetz, Fassung vom 7. November 2025

Das Archipel ist Welterbe und Nationalpark, an Land darf niemand ohne Genehmigung

Die UNESCO beschreibt das Archipel als Gruppe von vier Vulkaninseln, die die Gipfel eines unterseeischen Gebirges sind und dort liegen, wo zwei biogeografische Regionen aufeinandertreffen. Bewohnt sind nur zwei Marinestützpunkte, auf Socorro mit rund 45 und auf Clarión mit rund 9 Personen.

Der Tourismus ist auf eine festgelegte Zahl von Tauchbooten beschränkt. Niemand darf ohne Genehmigung an Land gehen, die Tauchgrenzen legt der Managementplan fest. Zu den Arten zählen nach der UNESCO Riesenmantas, bis zu 20 Haiarten und bis zu 2.000 Buckelwale.

Die Überfahrt dauert bis zu 30 Stunden, Saison ist von November bis Juni

Die Überfahrt ab Cabo San Lucas dauert nach den Angaben der Veranstalter 24 bis 30 Stunden, je nach Wetter. Eine Reise dauert meist acht bis zehn Tage. Die Saison läuft von November bis Juni, im Sommer und Frühherbst herrscht die Hurrikansaison des östlichen Pazifiks. Von April bis Juni kommen Walhaie als Zugabe hinzu.

Buckelwale kommen im Winter zum Gebären und Paaren. Die besten Monate sind Januar bis März, einige Veranstalter nennen auch den April. Die Sicht schwankt mit dem Plankton, die Angaben der Veranstalter reichen von rund 15 bis 50 Metern.

Die wichtigsten Plätze liegen an San Benedicto, Socorro und Roca Partida

The Boiler vor San Benedicto ist für seine Putzerstation der Riesenmantas (Mobula birostris) bekannt. Cabo Pearce an der Ostseite von Socorro bietet Putzerstationen der Mantas und häufig Begegnungen mit Großen Tümmlern. Roca Partida ist ein winziger Felsen, rund 250 Meter lang, etwa 70 Meter breit und bis zu 34 Meter hoch, und berühmt für seine Haie.

Nach der UNESCO treffen sich Riesenmantas um die Inseln in einigen der größten bekannten Gruppen weltweit und nehmen Kontakt zu Tauchern auf. Wie man sich Mantas gegenüber verhält, steht im Lexikon unter Riesenmanta. Haie und ihr Schutz sind Thema der Beiträge Auge in Auge mit Haien und Haie und Rochen im Artenschutz. Hammerhaie im Roten Meer beschreibt der Beitrag zum Daedalus Reef.

Ein 5- bis 7-mm-Anzug ist im Pazifik die richtige Wahl

Die Wassertemperatur liegt je nach Quelle bei rund 28 °C im November, bei etwa 21 °C im Februar und kann im Winter auf rund 20 °C sinken. Safariveranstalter empfehlen einen 5- bis 7-mm-Anzug. Die Richtwerttabelle nennt für 19 bis 22 °C einen 5-mm-Ganzanzug und für 10 bis 18 °C einen 7-mm-Anzug oder einen Halbtrockenanzug. Auf einer Safari mit drei bis vier Tauchgängen am Tag und bei Kälteempfindlichkeit geht man eine Stufe wärmer. Der Pazifik ist hier deutlich kühler als die Karibik vor Cozumel. Mehr zum Material steht unter Neoprenanzug.

Strömung und offenes Wasser verlangen Erfahrung und Signalmittel

Viele Safarischiffe verlangen Advanced-Niveau und 50 bis 100 geloggte Tauchgänge, einige akzeptieren auch weniger. Nitrox ist von Vorteil. Taucher müssen sich im kühleren Wasser wohlfühlen, im Schwell von einem Tender einsteigen können und mit starker Strömung umgehen. Viele Plätze sind tief. Der Beitrag zum Nitrox-Kurs erklärt, was das Gas bringt.

Eine ausfahrbare Signalboje, eine Pfeife und ein Spiegel gehören ins Blauwasser. Die Hinweise stehen im Beitrag zu den Signalmitteln beim Tauchen.

Die Parkgebühr wird je Tauchtag erhoben

Für den Nationalpark Revillagigedo sieht Artikel 198 des Bundesgebührengesetzes (Ley Federal de Derechos, letzte Änderung vom 7. November 2025) 3.759,29 Pesos je Person und Tag vor. Das ist die höchste Stufe aller Schutzgebiete. Im Jahr 2025 lag der Betrag nach Angaben von Bluewater Dive Travel bei 3.622,02 Pesos je Tauchtag. Eine Reise mit sechs Tauchtagen kostete damit 2025 rund 1.170 US-Dollar an Parkgebühr.

Die Safarischiffe kassieren die Gebühr meist im Voraus mit der Reisezahlung. Rentner können sich von der Gebühr befreien lassen, Studenten und Lehrer erhalten 50 Prozent Nachlass. Beides verlangt Nachweise, die mindestens zwei Wochen vor der Reise eingereicht werden müssen. Der Betrag für das Reisedatum steht in der Buchung.

Weitere Reviere in Mexiko und die Seite zum Land

Näher an der Küste liegt der Nationalpark Cabo Pulmo, als Riffrevier in der Karibik bietet sich der Beitrag zu Cozumel. Eine Übersicht bietet die Seite Tauchen in Mexiko.

Häufige Fragen zum Tauchen bei Socorro

Wie erreicht man die Revillagigedo-Inseln und wie lange dauert die Überfahrt?

Nur mit einem Tauchsafarischiff ab Cabo San Lucas. Die Überfahrt dauert nach den Angaben der Veranstalter 24 bis 30 Stunden. Eine Reise dauert meist acht bis zehn Tage.

Welche Erfahrung ist für eine Socorro-Safari nötig?

Die meisten Safarischiffe verlangen ein Advanced-Brevet und 50 bis 100 Tauchgänge, einige akzeptieren weniger. Nitrox ist von Vorteil. Wichtig sind Erfahrung mit Strömung und Einstieg vom Tender im Schwell.

Wann sind Buckelwale bei Socorro zu sehen?

Von Januar bis März, nach einigen Veranstaltern bis in den April. Die Saison der Safaris läuft von November bis Juni.

Warum darf man auf den Inseln nicht an Land?

Das Archipel ist Welterbe und Nationalpark. Nach der UNESCO darf niemand ohne Genehmigung an Land gehen, bewohnt sind nur die Marinestützpunkte.

Quellen und weiterführende Links

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